Scharlach
 

Scharlach ist eine der Kinderkrankheiten, gegen die keine Schutzimpfung gibt. Verursacht wird die Krankheit durch Bakterien der Gruppe A-Streptokokken. Die Krankheit ist ansteckend und wird mit Penicillin behandelt. In der Regel wird eine Kur mit Penicillin für 10 Tage angeordnet.

 

Ein Kind, das an Scharlach einmal erkrankt war, entwickelt im Laufe der Krankheit eine lebenslange toxische Immunität. Andere Krankheiten, die durch Streptokokken verursacht werden, können jedoch weiterhin auftreten. Zu diesen Krankheiten gehört z.B. Angina.

 

Woran erkennt man, dass ein Kind an Scharlach erkrankt ist?

 

Typische Symptome sind Fieber, Kopf-, Hals-, und Gliederschmerzen, Schluckbeschwerden, Rötung der Zunge, sowie ein typischer Ausschlag am Körper, bis auf das kleine Dreieck zwischen Mund und Kinn.

 

Für eine eindeutige Diagnose reicht jedoch die klinische Symptomatik leider nicht aus. Aus diesem Grund wird ein Bluttest vorgenommen, wobei das Labor nach Befall mit Streptokokken sucht. Nur so können andere mögliche Erkrankungen ausgeschlossen und mit der Therapie begonnen werden.

 

Ab dem zweiten Tag der Einnahme von Penicillin endet die Ansteckungsgefahr. Ausgestanden ist Scharlach nach etwa 9 Tagen. Wichtig in dieser sind Bettruhe, viel Flüssigkeit, und kühle, feuchte Raumluft (evtl. Feuchte Handtücher im Raum aufhängen). Für ausreichend frische Luft sorgen.

 

In den ersten Tagen ist die Ansteckungsgefahr besonders groß, deshalb an Scharlach erkrankte Kinder von anderen Kindern isolieren, damit sie andere nicht anstecken können.

 

Gefürchtete Spätfolgen von Scharlach sind Rheumatisches Fieber, sowie Nierenentzündung.