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Familienleben

 Ein Erfahrungsbericht aus England:

 

Wir sind vor knapp 2 Jahren nach London gezogen.

 

Unser Sohn war zu diesem Zeitpunkt knapp 18 Monate alt und  unser erster Eindruck war, dass die Engländer um ein Vielfaches kinderfreundlicher sind als die Deutschen. Das fängt damit an, dass es fast in jedem Restaurant Wickelmöglichkeiten oder Hochstühle gibt. Meistens sind auch Kindergerichte auf den Speisekarten zu finden. Kinder sind fast immer gern gesehene Gäste. Ich kann mich erinnern, dass ich in Köln häufig ein "schlechtes Gewissen" hatte, mit Kind in ein Cafe zu gehen, das ist hier alles gar kein Problem. 

Es gibt sehr viele Betreuungmöglichkeiten für Kinder, kostet allerdings sehr viel Geld, wenn das Kind noch unter 3 Jahre ist. Aber das ist hier normal und man nimmt dies so hin, wenn man wieder arbeiten möchte.

 

Eine Umstellung war das Gesundheitssystem. Hier geht man für alles erst einmal zum Hausarzt und dieser entscheidet dann darüber, ob man einen Spezialisten sehen muss oder nicht. Wird man überwiesen, kann es  jedoch sein, dass man erst in Monaten einen Termin beim Spezialisten bekommt, wenn die Erkrankung nicht gerade lebensbedrohlich ist.


Letztendlich haben wir uns mit diesen System gut arrangiert. Zahnarztbesuche bzw. Vorsorgeuntersuchungen machen wir nach wie vor in Deutschland, da das hier eher unüblich ist. Ist man wirklich richtig krank, so ist die Versorgung bestens ... Naja und darauf kommt es ja eigentlich an.